ÜBER WINDHUNDE

 

Bitte bedenken Sie bei einer Entscheidung für einen Galgo,Podenco , Greyhound oder einen Windhund im allgemeinen gesagt dass diese Hunde seit hunderten von Jahren für die Jagd oder Rennbahn gezüchtet wurden und daher nur in gesicherten Ausläufen abgeleint werden sollten.

Leider kommt es viel zu häufig vor, dass besonders die oben genannten Rassen von gutgläubigen Besitzern bei Spaziergängen abgeleint werden und dann auf der daraus folgenden "Jagd" überfahren werden oder anderweitig zu Tode kommen.

Diese Hunde sind bei Wildsichtung NICHT MEHR abrufbar und glauben Sie mir, sie sehen Wild welches Sie nicht sehen.


Faszination Windhund!


In allen Ländern der Erde, die Ihr im Laufe der Zeiten durcheiltet, haben sie Euch mancherlei Namen gegeben. Aber der sinnvollste von allen Namen ist der, den unsere Sprache ersann: Windhunde!

Ihr wurdet gepriesen, gelästert und verleumdet. Als Jagdzauber an Fels und Höhlenwände gemalt. Nach altem Glauben als Freund und Jagdgehilfe dem Toten ins Jenseits mitgegeben. Eure Schönheit wurde in den Werken der großen klassischen Kunst verewigt. Auf vielen Jagdbildern des Mittelalters hat man Euch als Bestien dargestellt. Oder auf Heiligenbildern mit dem Glorienschein holder Sanftmut umgeben. Ihr waret einstmals Faszination Windhunde Jägern der Steppe willkommene Jagdkumpane.

Später den Malern Inspiration, Motiv und Dekoration oder Signum ihrer Schöpfungen. In Eurer Gestalt und Eurem Wesen ist alles vereint. Auch hierin gleicht Ihr dem Winde. Als Sturm gewalttätig und unbezwinglich. Oder sanft und liebkosend wie der Zephir. – Schon im alten Hellas hat man Euch so gekannt und mit schönen Worten verherrlicht.

Vielleicht ist es das, warum wir Heutigen uns so gut mit Euch verstehen. Sind doch auch wir, die von der Schöpfung und von Euch “Erwählten”, bedacht wie Ihr mit Tugenden und manchen Lastern. Am Anfang frei und ungebunden, erlagt Ihr jenes Steinzeitjägers List. Nur weil der Wurf der Schleuder und der Flug des Pfeils nicht reichten, um das Wild zu fällen, ward Eure Jagd und nun auch Eure Beute die Seine. Jahrtausende hat es den Menschen gut gefallen, Euch treu an seiner Seite zu wissen. Aber der Sinn Eures Daseins war erfüllt, als eines Tages der Pulverknall der Jagdflinte Euer Hecheln jäh übertönte. Alte, wohl falsche Freunde brachen die Treue. Nun sind wir da, Eure Schönheit zu loben und Eurer Lauflust freie Bahn zu geben.

Text: A. Brendel mit freundlicher Genehmigung aus Faszination Windhunde DWRZV

Was macht man nun mit einem Hund, der alles jagen will, der außerhalb des Hauses nicht mehr ansprechbar ist und auch die leckersten Leckereien verschmäht, der permanent den Horizont nach einer Bewegung absucht, dem sein geliebtes Frauchen/Herrchen in „freier Wildbahn" gänzlich egal ist?

Auf keinen Fall sollte man resignieren und denken:

  • • Da kann man nichts machen, wir lassen dem Hund seinen Spaß oder
  • • Er kommt eben immer an die Leine.

Denn ein jagender Hund ist eine Gefahr für seine Umwelt und für sich selber. Ein wiederum ausschließlich an der kurzen Leine geführter Windhund, ist wie ein Fisch ohne Wasser. Gerade ein Windhund benötigt um glücklich zu sein, zumindest ab und an Freilauf.

Wichtigster Punkt: Der Hund darf nicht mehr die Möglichkeit zum Jagen bekommen. Auch nicht zum „Jagen” von Vögeln, anderen Hunden oder Katzen (siehe Hunde und Katzen).

Lassen Sie Ihren Hund an einer langen Schleppleine laufen. Die Leine sollte reißfest sein und nicht zu schmal, um Verletzungen zu vermeiden. Empfehlenswerte Materialien sind Leder oder Biothane. Sie selber sollten standfest genug sein, um den Hund auch wirklich festhalten zu können. Unterschätzen Sie dabei nicht die Kraft eines Galgos, wenn er in die Leine springt. Eine Schleppleine sollte NUR mit Brustgeschirr verwendet werden. Die Gefahr der Halswirbelverletzungen sind sonst extrem hoch.

Zieht Ihr Hund generell, sollte er ebenfalls ein Brustgeschirr tragen (siehe Ausstattung). Starkes Ziehen des Hundes an der Leine, sowie ein übersteigerter Jagdtrieb können stressbedingt sein.

Mit der Schleppleine kann man dem Hund zeigen, dass er sich in der Nähe des Rudels (seines Menschen) aufhalten soll. Kommunizieren Sie mit Ihrem Hund bei Richtungswechseln in ruhigem Ton und beschäftigen Sie ihn während des Spaziergangs zum Beispiel mit Suchspielen. Die lange Leine ermöglicht Ihrem Hund einen für ihn wichtigen Schnupperradius.

An der Schleppleine trainiert man auch das Herankommen. Starten Sie mit kleinem Abstand und rufen Sie Ihren Hund, wenn er nicht abgelenkt ist. Gehen Sie dabei 1-2 Schritte zurück. Loben Sie ihn für das Herankommen und steigern Sie nach und nach die Entfernung und den Grad der Ablenkung. Kommt der Hund nicht, wechselt man die Richtung im zügigen Tempo, den Hund dabei rufen. Unweigerlich strafft sich die Leine bei einem nicht folgenden Hund und er muss in Richtung Frau/Herrchen wechseln. Erreicht der Hund den Halter, mit Worten und Leckerchen (Spielzeug) loben.

Das Schleppleinentraining erfordert volle Aufmerksamkeit und Konzentration – Spaziergänge zur Enstpannung sind mit normaler Leine zu empfehlen.

Ist Ihr Hund zunächst für eine 10 Meter-Leine noch zu aufgeregt, starten Sie mit einer 3 Meter-Leine. Schrittweise erhöhen Sie dann die Leinenlänge auf 5 und dann 10 Meter. Galgos lernen die Leinenführigkeit an langen Leinen ohne Probleme. Mögliche Trainingsschritte finden Sie zum Beispiel in dem Buch „Hilfe, mein Hund zieht” von Turid Rugaas. Geben Sie Ihrem angeleinten Hund Zeit, die Umwelt mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Wie mache ich dem Hund nun klar, dass er auf mich hören soll?

Loben Sie Ihren Hund, wenn er von sich aus oder weil sie ihn angesprochen haben Kontakt zu Ihnen aufnimmt und sorgen Sie dafür, dass die Kontaktaufnahme sich aus Sicht des Hundes lohnt. Er kann verbales Lob bekommen oder ein Leckerchen. Hunde benötigen Zeit bis sie verstehen, dass es nicht nötig ist zu jagen, und dass zermatschte Leberwurst auf Frauchens/Herrchens Finger eigentlich viel besser schmeckt. Suchspiele helfen dabei Leberwurst & Co attraktiver zu machen und die Jagdleidenschaft zu befriedigen. Allgemein ist Fährtenarbeit mit dem Menschen eine ideale Beschäftigung für einen Jagdlich ambitionierten Hund.

An erster Stelle für den Erfolg steht die Konsequenz, dicht gefolgt von der Geduld.

Die meisten Windhunde bleiben beim Rudel – aber was, wenn sich das ganze Rudel in Bewegung setzt?

Ein Windhundhalter muss sich im Klaren sein, dass er nie eine 100% Kontrolle über seinen Hund hat, auch nicht über den ohne Jagdtrieb angepriesenen Windhund. Denn Jagen und Hetzen ist des Windhundes Leidenschaft, sein Urinstinkt. Dafür haben wir Menschen Windhunde gezüchtet. Ein Windhundhalter muss bei Abgeleintem Hund, wie der Hund die Umgebung im Blick haben und den Rückruf vor den Beginn der instinktiven Handlungskette des Hundes setzen – nur dann hat man gute Chancen auf einen erfolgreichen Rückruf. In Wildreichen Gegenden ist dies ein Glückspiel, wo man lieber die Finger von lassen sollte. Hier sollte der Freilauf nur in Eingezäunten Bereichen erfolgen. Ein aktiv jagender Hund hört Sie nicht mehr und kehrt erst dann zurück, wenn sein Abenteuer beendet ist (siehe Greyhoundsperre). Sein Wiederkommen darf dann auf keine Weise sanktioniert werden. – Kehren Sie zur Schleppleine zurück.

Euer Team von 4Patas
Wenn ihr Fragen habt , Anregungen oder Hilfe braucht wendet euch an steffi@vierpatas.de


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